Der Tag

Der TagKein Prozess für US-Polizist nach Schüssen auf Schwarzen

28.12.2015, 21:22 Uhr

AP51742711070
Der Polizist, der Tamir Rice erschoss, muss nicht vor Gericht. (Foto: AP)

Sie werden sich gleich fragen: Warum nicht? Und zwar, wenn sie das hier gehört haben: Ein US-Polizist muss nach tödlichen Schüssen auf den zwölfjährigen Schwarzen Tamir Rice nicht vor Gericht.

  • Es habe eine verhängnisvolle Verkettung menschlicher Irrtümer gegeben, es sei aber kein Verbrechen begangen worden, begründete Staatsanwalt Timothy J. McGinty die Entscheidung.

  • Rice wurde im November 2014 in Cleveland (Ohio) erschossen. Der Fall hatte in einer Serie tödlicher Polizistenschüsse auf Schwarze in den USA besondere Aufmerksamkeit erregt, weil das Opfer so jung war.

  • Rice hatte mit einer Druckluftpistole hantiert. Ein Passant alarmierte die Polizei, wies aber darauf hin, dass es sich vermutlich um keine echte Waffe handele. Diese Einschränkung gab die Notrufzentrale wohl nicht an die Polizisten weiter.

Quelle: ntv.de