Der Tag Keine Eisbären mehr in Berliner Zoo
Eisbär Knut war dort einst der Star - zehn Jahre nach seinem Tod hat der Berliner Zoo nun keine Eisbären mehr. Eisbärin Katjuscha ist im Alter von 37 Jahren gestorben. Tierpfleger fanden die leblose Eisbär-Seniorin bereits an Heiligabend auf ihrer Außenanlage, wie der Zoo mitteilt. Sie war den Angaben zufolge die älteste Eisbärin Europas. Im natürlichen Lebensraum werden Eisbären maximal 25 bis 30 Jahre alt, wie der Zoo mitteilte. Katjuscha sei schon seit einigen Jahren herzkrank und schon länger in tierärztlicher Behandlung gewesen. "Wie es mit der Eisbärhaltung im Zoo Berlin zukünftig weitergeht, muss in den kommenden Wochen entschieden werden", heißt es. Im Tierpark in Friedrichsfelde im Osten Berlins leben die Eisbären Tonja (12) und ihr Jungtier Hertha (3).
Katjuscha wurde im Jahr 1984 im Zoo Karlsruhe geboren und kam im Alter von etwa einem Jahr nach Berlin. Eigenen Nachwuchs zog sie nicht auf. Zu ihrem letzten Geburtstag im November habe sie noch eine komplette Fischtorte verzehrt. Zeitweise lebte Katjuscha unter anderem auch mit Eisbär Knut auf einer Anlage. 2006 geboren und per Hand aufgezogen, sorgte der kleine Eisbär für einen großen Ansturm von Fans im Zoo im Westen der Hauptstadt. Allein 2007 bescherte Knut dem Zoo einen Gewinn von rund fünf Millionen Euro. Er starb im März 2011 an einer Gehirnentzündung.