Der TagKhashoggi-Verlobte fordert internationale Ermittlungen

Vor 14 Monaten wurde der regierungskritische Journalist Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul ermordet. Die UN-Berichterstatterin für außergerichtliche Tötungen, Agnès Callamard, legte im Juni eine Untersuchung vor, in der "glaubwürdige Beweise" für eine Verwicklung vom saudischen Machthaber Mohammed bin Salman aufgeführt wurden. Doch der mächtige Kronprinz kommt ungeschoren davon.
Khashoggis Verlobte hat nun der Weltgemeinschaft vorgeworfen, keine ausreichenden Konsequenzen im Umgang mit der Führung in Riad gezogen zu haben. Es habe zuletzt "keine bedeutsamen Aktionen gegenüber Saudi-Arabien" vonseiten der internationalen Gemeinschaft gegeben, sagte Hatice Cengiz bei einer Pressekonferenz in Brüssel.
Cengiz warf der internationalen Gemeinschaft "Passivität" vor und forderte die Einleitung internationaler Ermittlungen. "Ich will, dass dies die Leute weiter stört. Einige müssen darüber um den Schlaf gebracht werden."
Callamard, die ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm, bezeichnete auch die Reaktion der EU auf den Mord als "extrem enttäuschend". Die internationale Gemeinschaft habe signalisiert, dass Staaten nach dem Mord an einem Journalisten keine Konsequenzen zu fürchten brauchen, solange sie mächtig genug sind.