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Der TagKhashoggis Mörder entgehen wohl der Todesstrafe

22.05.2020, 14:39 Uhr

Rund anderthalb Jahre nach der Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi haben dessen Söhne erklärt, dass sie den Mördern "verzeihen". Anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan erklärte Kashoggis Sohn Salah auf Twitter: "In dieser heiligen Nacht dieses gesegneten Monats (...) verkünden wir, die Söhne des Märtyrers Jamal Kashoggi, dass wir denjenigen, die unseren Vater getötet haben, vergeben und verzeihen." Analysten zufolge entgehen die Täter dadurch der Todesstrafe.

  • Die Stellungnahme der Söhne habe zur Folge, "dass die Mörder der Todesstrafe entgehen werden", erklärte der saudi-arabische Autor und Analyst Ali Schihabi, der der Regierung in Riad nahesteht. Schließlich sei es nach islamischem Recht das Vorrecht der Opferangehörigen, den Tätern zu verzeihen.

  • Auch der Analyst Nabil Nowairah erklärte, die Initiative der Söhne bedeute de facto, dass "die Mörder nicht hingerichtet werden".

  • Die saudi-arabischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Folgen der Erklärung von Kashoggis Söhnen.

Quelle: ntv.de