Der TagKiloweise Goldspäne bei der Arbeit eingesteckt - Mann vor Gericht

Wo gearbeitet wird, fallen Späne - im Fall des Leuchtmittelherstellers Osram sind das Goldspäne, also durchaus wertvoller "Abfall"!. Ein 42 Jahre alter Mitarbeiter der Firma soll unbemerkt immer wieder die Spänereste eingesammelt und sie zum Feierabend nach draußen geschmuggelt haben. Zwar kleine Mengen, aber über die Zeit sollen so rund 70 Kilogramm Gold zusammen gekommen sein. Das ist zumindest das Gewicht des Diebesgutes, für das er sich nun vor dem Landgericht Regensburg verantworten muss. Ein Teil der Taten ist verjährt. Die Späne, die der Tatverdächtige über Jahre an sich genommen haben soll, bringt es auf einen Wert von knapp 857.000 Euro. Zu Prozessbeginn legte der Mann ein Geständnis ab.
Der Mann wusste, wie er die Kontrolle am Ausgang umgeht, aber sein Arbeitgeber schöpfte trotzdem Verdacht und erstattete 2018 Anzeige. Der Beschuldigte setzte sich daraufhin nach Russland ab, wurde aber 2021 gefasst und nach Deutschland ausgeliefert. Das Gold will er nach eigener Aussage über einen Mittelsmann weiterverkauft haben - teilweise auch im Tausch gegen Marihuana. Den Erlös sollen sich die beiden Männer geteilt haben.