Der Tag

Der TagKinobesitzer vergleicht Streikende mit Nazis

07.10.2015, 22:03 Uhr

Kunst, legitime Verteidigung gegen eine Diffamierungskampagne oder ein strafbarer Nazivergleich?

  • Der Inhaber des Berliner Kinos Babylon hat sein Lichtspielhaus selbst mit Symbolen behängt, die an die Nazi-Zeit erinnern. "Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht im Babylon!", steht weit sichtbar an der Fassade. Die Türen des Kinos besprühte er mit weißen Davidsternen.

  • Eine Sprecherin des Kinos sagte, der jüdische Geschäftsführer wolle sich mit einer "Kunstaktion" gegen eine Diffamierungskampagne von Mitarbeitern zur Wehr setzen. An dem Theater gibt es seit Monaten einen Tarifstreit zwischen Inhaber und Angestellten. Die streikenden Mitarbeiter hatten laut Sprecherin zum Boykott des Kinos aufgerufen.

  • Die Mitarbeiter-Gewerkschaft erklärte, die Aktion rücke den Streik in die Nähe von nationalsozialistischen Umtrieben. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts prüft nach Polizeiangaben, ob eine Straftat vorliegt.

Quelle: ntv.de