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Der TagKlimaschützer küren Japan zum "Fossil des Tages"

09.11.2022, 17:57 Uhr
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Widmet sich den Herausforderungen des Klimawandels wohl nicht so gern: Japans Regierungschef Fumio Kishida. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Bei der Weltklimakonferenz COP27 in Ägypten haben Umweltschützer Japan zum "Fossil des Tages" gekürt. Den Negativ-Preis erhielt das Land vom Climate Action Network (CAN). Zur Begründung heißt es, Japan sei der weltweit größte öffentliche Geldgeber für Öl-, Gas- und Kohleprojekte - zuletzt seien dies etwa 10,6 Milliarden US-Dollar jährlich gewesen. Die Finanzströme des Landes flössen in die "komplett falsche Richtung", kritisiert CAN. Hinzu komme, dass Japans Regierungschef Fumio Kishida beim Gipfel-Segment Anfang der Woche gefehlt habe, als mehr als 100 Staats- und Regierungschefs zwei Tage lang über die Klimakrise berieten. "Vielleicht war er zu beschäftigt damit, in Japan falsche Lösungen zu bewerben?", fragen die Umweltschützer.

Quelle: ntv.de