Der TagKonjunkturforscher: "Inflation könnte auf sechs Prozent steigen"
Der Konjunktur-Chef des RWI-Leibniz-Institutes, Torsten Schmidt, erwartet eine hohe Inflation, sollte der Krieg zwischen dem Iran und den USA und Israel länger als einen Monat dauern. "Hohe Ölpreise treiben die Verbraucherpreise. Bei einem längeren Krieg könnte die Inflation in diesem Jahr vorübergehend auf sechs Prozent steigen", sagt Schmidt der "Rheinischen Post". Zudem rechnet er mit "echten Engpässen" auf dem Weltmarkt, sollte der Iran weiterhin Öl- und Gas-Anlagen in den Golf-Staaten zerstören. Geht der Krieg hingegen Ende des Monats zu Ende, würde die Inflation seiner Einschätzung nach nicht ganz so stark steigen. "Die Inflationsrate wird im Sommer auf drei Prozent steigen, für das Gesamtjahr erwarten wir 2,6 Prozent." Im Februar lag die Inflationsrate bei 1,9 Prozent - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat. Für Autofahrer, die nicht rein elektrisch unterwegs sind, sind es weiterhin bittere Aussichten: Die Spritpreise werden dem Forscher zufolge hoch bleiben. "Die Preise für Benzin und Diesel werden zunächst auf hohem Niveau und bei zwei Euro pro Liter bleiben." Mehr dazu hier.