Der TagKrankenkasse: Zahl der Starkraucher steigt

Blaue Rauchschwaden in Büros, Restaurants und Kinosälen - in den 1990er-Jahren noch ein alltägliches Bild. Für viele junge Menschen ist das heute kaum noch vorstellbar, und nachdem ich am vergangenen Wochenende mal wieder nach Jahren zufällig in einer Raucherkneipe gelandet bin, kann ich mir das auch nicht mehr vorstellen, wie ich das als Teenager jahrelang ausgehalten habe. Rauchen wurde danach unter Jugendlichen glücklicherweise eher out, aber es gilt wohl: Wenn schon, denn schon! Die Zahl der exzessiven Raucher in Deutschland steigt nach Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Unter ihnen leidet demnach fast ein Viertel an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) - ihr Anteil ist ebenfalls gewachsen. Zwischen 2013 und 2023 sei die Anzahl der Starkraucher und Tabaksüchtigen unter den eigenen Versicherten um fast die Hälfte (47,5 Prozent) geklettert, teilt die KKH mit. Laut Hochrechnung wurden demnach 2023 bundesweit rund sechs Millionen Menschen etwa wegen Tabakabhängigkeit oder Entzugserscheinungen ärztlich behandelt.
Für Außenstehende ein einfacher Schritt, für jahrelange Kettenraucher trotz Krankheit sicherlich eine große Herausforderung: Wer an COPD leidet, kann laut der Krankenkasse leicht etwas dagegen tun: "Nichtraucher werden – das ist die beste und einzig richtige Maßnahme, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern", sagte Michael Falkenstein, Experte für Suchtfragen.