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Der TagKürzung von Hilfsgeldern: Johnson droht Revolte in eigener Partei

07.06.2021, 11:46 Uhr

Wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Cornwall droht dem britischen Premierminister Boris Johnson eine Revolte in der eigenen Partei. Anlass ist die Ankündigung der Regierung, die humanitäre Hilfe für Krisengebiete wie Syrien oder Somalia vorübergehend zu kürzen. Statt der gesetzlich verankerten 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens will Johnson nur noch 0,5 Prozent beisteuern - und damit vier Milliarden Pfund (4,65 Milliarden Euro) zur Finanzierung der Corona-Maßnahmen einsparen.

Mehrere Dutzend Abgeordnete seiner konservativen Partei wollen das Vorhaben im Parlament stoppen. Zu den "Tory-Rebellen" gehören unter anderem Johnsons Vorgängerin Theresa May sowie die ehemaligen Regierungsmitglieder Andrew Mitchell und David Davis. Ihr Änderungsantrag könnte noch heute im Unterhaus in London zur Abstimmung kommen. Johnsons Vorsprung in der Parlamentskammer beträgt zwar 85 Sitze, Beobachter schließen einen Domino-Effekt unter anderen Abgeordneten aber nicht aus.

Quelle: ntv.de