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Der TagLeslie Mandokie: "Nicht nur die junge Generation steht in den Startlöchern"

24.09.2021, 13:19 Uhr

Es ist etwas, das er schon lange "predigt", ein Thema, das ihm wirklich am Herzen liegt und das er mit seinen Mitteln - denen der Musik - fördert, wo er nur kann: "Wir müssen wieder ins Gespräch kommen", sagt Leslie Mandoki. Der 68-jährige Musikproduzent fordert im Umgang mit dem Klimawandel ein Miteinander der Generationen. Fordern klingt dabei sehr hart, denn was er eigentlich sagen will mit seinem ungarischen Charme und einem riesigen Netzwerk im Rücken: "Wir müssen wieder menschlicher und achtsamer werden." Kurz gesagt: "Wir brauchen ein neues Woodstock! Unsere Generation war 1989 wie berauscht davon, dass uns die friedliche Revolution gelungen war. Anschließend haben wir viele Fehler gemacht - vor allem im Umgang mit dem Klimawandel." Die junge Generation dürfe sagen: "Was ihr versemmelt habt, das müsst ihr korrigieren."

Das neue Album seines Musikprojekts Mandoki Soulmates, "Utopia for Realists", behandelt diese Themen - und das verdankt er seinen Kindern: Nach einem für ihn sehr besonderen Konzert im legendären Beacon Theatre im Januar 2018 habe er ans Aufhören gedacht. Dann zog sich Mandoki mit seinen Kindern in ein gemietetes Haus in Los Angeles zurück und sprach mit ihnen über Generationengerechtigkeit.

Im Anschluss bittet ihn sein Sohn, ein Album zu schreiben über genau die Themen, über die sie gesprochen haben." Mandoki schloss sich daraufhin ein und legte los. Heraus kam ein Album, zusammen mit seinen "Soulmates" (u.a. Trompeter Till Brönner, Gitarrist Al Di Meola, sowie die Sänger Ian Anderson, Peter Maffay und Jesse Siebenberg), das einer Sinfonie gleicht.

Quelle: ntv.de