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Der TagLibysche Schmuggler-Familie ermordet 30 Migranten aus Rache

29.05.2020, 16:36 Uhr

Der Tod von 30 Migranten bei einem mutmaßlichen Racheakt in Libyen hat über das Bürgerkriegsland hinaus Entsetzen ausgelöst. Das Außenministerium der international anerkannten Regierung in Tripolis verurteilte die Tat "aufs Schärfste" und sprach von einem "abscheulichen Massaker". Es werde nicht ohne Strafe bleiben.

Nach Regierungsangaben handelte es sich bei der Tat um Rache für die Tötung eines Mannes, der in Menschenschmuggel verstrickt gewesen sein soll. Demnach brachten Angehörige des Mannes in der Wüstenstadt Misda 26 Migranten aus Bangladesch und vier aus Afrika um. Elf weitere Migranten seien verletzt worden, hieß es. Die Täter würden gesucht.

Die Internationale Organisation für Migration erklärte, die Opfer seien in einer Lagerhalle festgehalten und dort am Mittwoch getötet worden. Die libysche Nachrichtenseite Al-Wasat berichtete unter Berufung auf einen Zeugen, die Angreifer seien in die Halle eingedrungen und hätten die Menschen "liquidiert".

Quelle: ntv.de