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Der TagLinke meldet nach Migrationsdebatte Mitgliederrekord

11.02.2025, 07:35 Uhr
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Die Linke hat nach einer beispiellosen Eintrittswelle in den vergangenen Wochen einen neuen Mitgliederrekord aufgestellt: 81.200 - nach Parteiangaben so viele wie nie zuvor seit ihrer Gründung 2009. Allein seit der umstrittenen gemeinsamen Abstimmung von Union, FDP und AfD am 29. Januar seien 17.470 neue Mitglieder dazugekommen, sagte ein Parteisprecher. Seit Jahresbeginn seien es knapp 23.500 gewesen. Über die Zahlen berichtete zuerst der "Spiegel". Zuletzt hatte die Linke den Angaben zufolge 2009 einen Rekord mit 78.046 Mitgliedern vermelden können.

Die Parteispitze sieht als Gründe für die Eintrittswelle die Mobilisierung der Linken im Wahlkampf, aber auch die Sorge vieler Menschen vor einem Rechtsruck in Deutschland. "Die Linke wächst und zieht immer mehr Menschen an, die eine gerechte Politik wollen", sagte der Vorsitzende Jan van Aken. Die Menschen wüssten, dass sie sich bei der Linken darauf verlassen könnten. Das Durchschnittsalter der seit Anfang Januar neu eingetretenen Menschen liegt nach Parteiangaben bei 28,7 Jahren, knapp 53 Prozent der Neuen seien Frauen. Damit liegt das Durchschnittsalter aller Mitglieder den Angaben zufolge nun bei 43,31 Jahren und der Frauenanteil bei gut 42 Prozent.

Quelle: ntv.de