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Der TagLob für HU-Präsidentin nach Uni-Besetzung

24.05.2024, 15:25 Uhr

Für ihre Strategie des Dialogs mit propalästinensischen Besetzern erhält die Präsidentin der Berliner Humboldt-Universität Unterstützung vom Senat und von der Technischen Universität. "Mein großer Respekt gilt Julia von Blumenthal, die in dieser schwierigen Situation äußerst besonnen reagiert und klare Grenzen gezeigt hat, aber auch Dialogbereitschaft", erklärt die Präsidentin der TU, Geraldine Rauch. Auch SPD-Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra sagt, die HU-Leitung habe richtig gehandelt: "deeskalierend, wo es sinnvoll erschien, dialogorientiert mit Augenmaß und in der Folge konsequent". Senat und Uni-Leitung hätten sich gemeinsam darauf verständigt, die Besetzung zu beenden, so Czyborra. Von Blumenthal hatte dagegen erklärt, die Anweisung zur Räumung sei "von ganz oben" gekommen.

TU-Präsidentin Rauch nennt das Vorgehen von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner und Czyborra "äußerst befremdlich". "Frau von Blumenthal hätte auch ohne Anweisung von oben räumen lassen, wenn der Dialog endgültig gescheitert wäre. Nicht nur zeigt dies mangelndes Vertrauen in die Hochschulleitungen, es untergräbt auch die Hochschulautonomie an sich." Propalästinensische Aktivisten hatten am Mittwoch HU-Räume aus Protest gegen Israel und zur Unterstützung der Palästinenser besetzt. Die Universitätsleitung duldete das zunächst und setzte auf einen Dialog mit Besetzern und Wissenschaftlern. Am Donnerstagabend räumte die Polizei das besetzte Gebäude.

Quelle: ntv.de