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Der TagMadrid prophezeit Katalonien "brutale Verarmung"

18.09.2017, 19:19 Uhr
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Stolze Katalanen gehen für ihre Unabhängigkeit von Spanien auf die Straße. (Foto: dpa)

Am 1. Oktober will das Regionalparlament des spanischen Wirtschaftsmotors Katalonien ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten. Die Zentralregierung in Madrid lehnt das kategorisch ab und versucht bereits, die Abstimmung gerichtlich stoppen zu lassen. Gleichzeitig skizziert sie nun düstere Szenarien für ein unabhängiges Katalonien:

  • Wirtschaftsminister Luis de Guindos hat der Region für den Fall der Abspaltung einen wirtschaftlichen Niedergang und eine "brutale Verarmung" vorhergesagt.

  • Seinen Aussagen zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 25 und 30 Prozent fallen und die Arbeitslosenrate sich verdoppeln.

Der Minister ist aber noch nicht fertig:

  • Da ein unabhängiges Katalonien nicht mehr zur Eurozone gehören würde, wären für drei Viertel der Waren außerdem Zollgebühren fällig.

  • Banken würden umziehen, und Katalonien müsse eine eigene Währung schaffen. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre Kataloniens Unabhängigkeit "absolut irrational", lautet das Fazit von Guindos.