Der Tag

Der TagMandoki und seine Soulmates rocken München (und Budapest)

19.08.2024, 11:27 Uhr

Letzte Woche in München, neben den Einheimischen und allen sowieso Zug'reisten massenweise Fans. So richtig viele. Also auf Mallorca hätte man schon wieder protestiert und mit Wasserspritzpistolen gefuchtelt. Die waren aber eh nicht nötig wegen Regen. Viel Regen. Teilweise, zum Glück nicht die ganze Zeit, nicht jeden Tag. So voll war es in der "Hauptstadt mit Herz" grundsätzlich wegen Adele und Coldplay. Bei einer der beiden Shows war ich, bei der anderen wäre ich auch gern gewesen. Hat aber nicht geklappt. Ich wurde jedoch bestens getröstet, denn ich habe ein weiteres Konzert besucht: Im Brunnenhof der Münchener Residenz spielte Leslie Mandoki mit seiner Band Soulmates, und was soll man sagen? Es hat über "nicht zu Coldplay gehen können" hinweggeholfen. Sehr sogar. Denn hier sind (ebenfalls) Vollblutmusiker am Werk, Leute, die sich und anderen nichts mehr beweisen müssen - sie haben bereits alles erreicht.

lm
Ihr knapp dreistündiges Konzert beschließt die Band traditionell mit John Lennons Hymne "Imagine" - selten war sie so passend und ergreifend wie jetzt.

Bei ihrem einzigen Deutschlandkonzert (bevor sie weiter nach Budapest zogen) feierten die Mandoki Soulmates unter freiem Himmel und begeisterten ihr Publikum mit einem wirklich beeindruckenden Lineup und Songs, die unter die Haut gehen. Mit Leslie Mandoki standen Ikonen von Weltrang auf der Bühne, darunter Al Di Meola (Nummer-1-Album aktuell in den Jazz-Charts) und Mike Stern an den Gitarren, Randy Brecker sowie Nick van Eede (Cutting Crew), Tony Carey (Rainbow), der erfolgreichste deutsche Jazztrompeter Till Brönner, Bassist und Sänger Richard Bona sowie die Supertramp-Legenden John Helliwell und Jesse Siebenberg.

Genauso verzaubert fühlte sich der Bandleader übrigens auch selbst, durch das "Feuerwerk an Musikalität hier auf der Bühne, wenn wir in dieser Besetzung unterwegs sind!" Mandoki und seine nach über 30 gemeinsamen Jahren bestens eingespielten Soulmates geben sich gegenseitig - neben ihren perfekten Songarrangements und Kollektiv-Improvisationen - immer wieder den Raum, bei Solo-Parts zu glänzen. Und deswegen hört man dann auch die Hits der einzelnen Protagonisten. Eine Weltpremiere gab es jedoch, denn die Band spielte erstmals ihre Songs aus dem neuen Album "A Memory of our Future" - nicht, ohne ihre Botschaft zu teilen: "Wir brauchen wieder mehr Mut zur Utopie! Aufstehen gegen Spaltung, Fake und Hetze - für Wahrhaftigkeit, Generationengerechtigkeit und Menschlichkeit!

Quelle: ntv.de