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Der TagMann scheitert vor Stadtrat-Kandidatur für AfD - weil er verurteilter Mörder ist

06.02.2026, 13:14 Uhr

Ein wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilter Mann hat sich laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) auf der Liste der AfD für ein Mandat im Stadtrat beworben. Er soll in München leben und noch unter Bewährung stehen. Zu seiner Strafe gehöre allerdings, dass er nicht in ein öffentliches Amt gewählt werden darf. Das fiel dem Wahlamt im Kreisverwaltungsreferat auf. Der 43 Jahre alte Mann flog daraufhin von der Liste der AfD.

Der AfD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Markus Walbrunn, bestätigte der SZ die Vorgänge. Das Verbrechen und das Urteil des Landgerichts Regensburg aus dem März 2005 seien seiner Partei allerdings nicht bekannt gewesen, erklärte er in einer Mitteilung. Die Recherchen der SZ haben das aufgedeckt, und erst dadurch habe er davon erfahren und den Mann konfrontiert. Er habe die geschilderten Vorwürfe eingeräumt, so Waldbrunn. Der Verurteilte sei infolgedessen aus der AfD ausgetreten.

Die Richter des Landgerichts Regensburg hatten es als erwiesen angesehen, dass der damals 21 Jahre alte Mann Anfang 2004 einen Mord begangen hatte. Er habe damals seine hochbetagte Nachbarin erdrosselt, heißt es in einem Prozessbericht der "Mittelbayerischen Zeitung".

Quelle: ntv.de