Der TagMann vergewaltigt jahrelang seine Frau und stellt Videos ins Netz - Polizei räumt Fehler ein

Für die Frau muss es ein Martyrium gewesen sein und es hätte nicht so viele Jahre sein müssen: Ein Mann aus Niedersachsen konnte mindestens 15 Jahre lang immer wieder seine Ehefrau betäuben, vergewaltigen und Videos der Taten öffentlich auf Pornoseiten hochladen, ohne ins Visier der Polizei zu geraten. Das zeigen Recherchen des Reportageformates "STRG_F". Die Polizei Hamburg räumt in dem Zusammenhang massive Fehler ein. Durch Veränderung der Prozesse werde sichergestellt, so die Hamburger Polizei, dass sich ein solcher Fehler niemals wiederhole. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Verden, wie ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde auf Anfrage des Reportage-Formats bestätigte. Ermittelt wird gegen Unbekannt, weil der ursprünglich Beschuldigte inzwischen nicht mehr lebe. Der 60 Jahre alte Mann starb laut des Berichts bei einem Unfall ohne Fremdeinwirkung.
In dem Bericht heißt es, dass das Bundeskriminalamt (BKA) Informationen zu dem Sachverhalt an die Polizei Hamburg gegeben habe. Ermittlungen dort seien aber erst nach mehr als einem Jahr eingeleitet worden. Die Hamburger Polizei räumt auf Nachfrage die Verzögerung als Fehler ein und hat nach eigenen Angaben interne Verwaltungsermittlungen aufgenommen. "Wir bedauern zutiefst, dass die Ermittlungen erst mit so erheblichem Verzug aufgenommen wurden und erfahrenes Leid nicht schon viel früher beendet wurde", teilen die Beamten aus der Hansestadt mit. Die Polizei übernehme Verantwortung und sei mit der zuständigen Polizeiinspektion im Austausch darüber, wie die betroffene Frau unterstützt werden könne.