Der Tag

Der TagMasken-Bericht zugunsten von Spahn geschwärzt? Warken äußert sich zu Vorwürfen

07.07.2025, 10:00 Uhr

Warum war der Bericht von Sonderermittlerin Margaretha Sudhof zur Maskenaffäre zunächst geschwärzt? "Um die Verantwortung von Jens Spahn und weiteren Mitgliedern der Union zu verschleiern, die in der Pandemie Staat und Steuerzahler zur Beute gemacht haben", sagt etwa der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen. Ähnliche Kritik kommt von den Linken. CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken wehrt sich nun gegen die Vorwürfe. "Wir haben das nicht getan, um Jens Spahn zu schützen", sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". Warken begründete die Schwärzungen mit der Wahrung von Persönlichkeitsrechten, den Rechten Dritter und laufenden Prozessen. "Es gab ganz klare Vorgaben für die Schwärzungen und nach denen ist das Haus vorgegangen", sagte Warken. "Ich habe die Verpflichtung dazu, Dinge zu schwärzen, die wir nicht offenlegen können."

Es steht der Vorwurf im Raum, dass Spahn zu Beginn der Pandemie zu teure Maskenbestellungen in Auftrag gegeben habe. Auch soll er bei der Maskenlogistik die Firma Fiege aus der Nähe seines Wahlkreises bevorzugt haben. Damals habe einfach keine Schutzausrüstung beschafft werden können, verteidigte die Ministerin die Entscheidung des damaligen Gesundheitsministers. "Deshalb hat er sich entschieden, das selbst zu machen."

Quelle: ntv.de