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Der TagMassive Überalterung im ÖPNV: Kommt der Bus bald nicht mehr?

23.03.2023, 10:14 Uhr

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) steuert auf einen Personalmangel zu: Von den rund 137.000 Fahrerinnen und Fahrern von Bussen und Bahnen dürfte in den nächsten Jahren ein erheblicher Teil aus dem Erwerbsleben ausscheiden. 2021 war gut ein Drittel (36 Prozent) 55 Jahre und älter, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Anteil dieser Altersgruppe ist damit deutlich höher als bei den Erwerbstätigen insgesamt, wo er lediglich bei 25 Prozent liegt. "Ein funktionierender Nahverkehr spielt für die angestrebte Mobilitätswende eine zentrale Rolle", so das Bundesamt. "Dafür werden gerade mit Einführung des Deutschlandtickets im ÖPNV Fahrerinnen und Fahrer von Bussen und Straßenbahnen gebraucht." Den vergleichsweise vielen Busfahrern und Straßenbahnfahrerinnen im fortgeschrittenen Erwerbsalter stehen wenig junge Berufskolleginnen und -kollegen unter 35 Jahren gegenüber, fanden die Statistiker außerdem heraus. Dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in diesem Jahr ihren Zenit mit knapp 46 Millionen erreichen. Ab 2023 werde sie wegen der demografischen Entwicklung sinken, weil immer mehr Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen werden.

Quelle: ntv.de