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Der TagMedikamentenwechsel vor der Tat: Neue Details im Mordfall Rob Reiner

16.01.2026, 06:49 Uhr

Der Fall um den gewaltsamen Tod von Regisseur Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele Singer Reiner erhält neue tragische Details. Eine Recherche der "New York Times" beleuchtet die schwere psychische Erkrankung ihres Sohnes Nick Reiner, der unter einer der strengsten Vormundschaften Kaliforniens stand. Nick Reiner befand sich seit 2020 in einer sogenannten L.P.S.-Vormundschaft, die nur bei schwerer psychischer Erkrankung angeordnet wird. Medizinischen Unterlagen zufolge litt er an Schizophrenie und einer schizoaffektiven Störung. Seine medikamentöse Behandlung galt lange als stabil, war jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.

Etwa einen Monat vor der Tat soll es zu einem Wechsel der Medikamente gekommen sein – eine Phase, die Fachleute als besonders risikoreich einstufen. Ein solcher Wechsel kann das Wiederauftreten oder die Verstärkung von Wahnvorstellungen begünstigen. Juristisch steht nun die Frage im Raum, ob Nick Reiner verhandlungsfähig ist oder als schuldunfähig gilt. Im Falle einer Verurteilung wegen zweifachen Mordes drohen ihm lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Quelle: ntv.de