Der TagMehr Menschen als erwartet wollen Geschlechtseintrag ändern
Ab dem 1. November wird es in Deutschland möglich sein, den ab Geburt zugewiesenen Geschlechtseintrag auf Antrag zu berichtigen. Auch der Vorname kann in diesem Zuge geändert werden - dem neuen Selbstbestimmungsgesetz sei Dank. Und offenbar wollen deutlich mehr Menschen als von der Bundesregierung erwartet diese Möglichkeit nutzen.
Bis Ende August hätten deutschlandweit rund 15.000 Menschen eine solche Änderung angemeldet, ergab eine Datenauswertung des "Spiegel". Die Ampel-Koalition hatte in ihrem Gesetzentwurf mit ungefähr 4000 Fällen pro Jahr gerechnet.
Für die Datenauswertung fragte der "Spiegel" bei 53 weitgehend zufällig ausgewählten Kommunen Zahlen zu diesen Anmeldungen ab. Die Stichprobe berücksichtigte demnach ländliche Gemeinden, Klein- und Großstädte aus Ost- wie Westdeutschland. Die Ergebnisse wurden zudem so gewichtet, dass sie der Einwohnerverteilung in Deutschland entsprechen.