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Der TagMehr Schutz für Ärzte vor Gewalt

31.03.2025, 09:19 Uhr

Die Ärztekammer Niedersachsen hat sich gegen Gewalt in Arztpraxen, Krankenhäusern und gegen Rettungskräfte ausgesprochen und ein verschärftes Strafrecht gefordert. Die nächste Bundesregierung solle die Betroffenen "schnellstmöglich" besser vor Gewalttaten schützen, teilt die Ärztekammer zu einer entsprechenden Forderung der Kammerversammlung mit.

Für viele Ärztinnen und Ärzte, Praxisteams sowie Mitarbeiter von Krankenhäusern und Rettungsdiensten gehörten psychische und physische Gewalt zum beruflichen Alltag, teilt die Kammer mit. In der vergangenen Legislaturperiode des Bundestages seien verschiedene Vorschläge diskutiert worden, um Verbesserungen zu erreichen.

"Doch umgesetzt wurde bislang nichts", hieß es in der Mitteilung der Kammer. Die Ärztekammer Niedersachsen ist nach eigenen Angaben die standesrechtliche Vertretung der rund 46.000 Ärztinnen und Ärzte in dem Bundesland. "Wir erleben bereits seit Jahren einen immer rücksichtsloser werdenden Umgang mit den Beschäftigten in Arztpraxen, im Krankenhaus, im ärztlichen Notdienst sowie in weiteren Bereichen der Gesundheitsversorgung", sagt Marion Charlotte Renneberg, die stellvertretende Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen. Sie erwarte von der neuen Bundesregierung, "dass sie medizinisches Personal besser schützt".

Quelle: ntv.de