Der TagMerz' Privatflieger im Visier: Drei Aktivisten im Sauerland festgenommen
"Fliegen war schon immer der Traum meiner Jugend. Wenn man durch die Wolkendecke stößt, den blauen Himmel sieht und die Motoren friedlich vor sich hinlaufen - das ist für mich eine große Freude." Das sagte Friedrich Merz im Jahr 2022. Seit seinem Amtsantritt als Bundeskanzler muss der CDU-Chef sein Hobby aus Sicherheitsgründen allerdings einschränken. Und dass derartige Bedenken durchaus berechtigt sind, zeigt ein aktueller Vorgang in einer Flugzeughalle im nordrhein-westfälischen Arnsberg. Dort nahm die Polizei in der Nacht drei Personen fest. Die Umstände deuteten darauf hin, dass das Trio das dort geparkte Privatflugzeug des Regierungschefs beschädigen wollte, dazu sei es aber nicht gekommen, hieß es von der Staatsanwaltschaft Arnsberg und der Polizei im Hochsauerlandkreis. Man habe die zwei Frauen und einen Mann im Alter von 23, 28 und 56 Jahren wegen Hausfriedensbruchs festgenommen, nachdem sie sich unbefugt Zutritt zum Gelände verschafft hätten.
Den Angaben zufolge war Polizisten ein Auto aufgefallen, das kontrolliert wurde. Der Insasse sei aus dem "linksaktivistischen Spektrum" bekannt, wie sich gezeigt habe. Er habe sich nach einem Flugplatz in der Nähe erkundigt. Die Polizei habe daraufhin Maßnahmen am Flugplatz Arnsberg-Menden getroffen und dort später die drei deutschen Staatsbürger festgenommen. Eine Gruppe namens Widerstands-Kollektiv schrieb später in einer Mitteilung, man habe "im Rahmen einer Protestaktion, versucht das Privatflugzeug von Friedrich Merz stillzulegen".