Der TagMerz an Trump: Wenn nötig, sind wir zu Gegenzöllen bereit

Sommerurlaub oder gar Sommerloch? Davon ist gerade wenig zu spüren. Donald Trump treibt die anderen "Tanzpartner" auf dem diplomatischen Parkett mit seinen ständigen Androhungen von Extra-Zöllen mal wieder mit Bravour vor sich her. Nun kündigt Kanzler Friedrich Merz dem US-Präsidenten im Fall einer Eskalation im Zollstreit eine entschiedene Reaktion an: "Die amerikanische Regierung soll auch nicht unsere Bereitschaft unterschätzen, auf übermäßig hohe Zollbelastungen mit ähnlichen Maßnahmen auch zu reagieren", sagte der CDU-Chef nach einem Treffen mit dem bayerischen Kabinett auf der Zugspitze. Die Europäische Union sei darauf vorbereitet, hoffe aber weiter auf eine Verhandlungslösung. Merz betonte, er stehe in intensivem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen von der CDU. "Unser Ziel ist und bleibt, rasch zu einer Lösung zu kommen, die den Handel mit den Vereinigten Staaten erleichtert und wieder niedrigere Zölle vorsieht", sagte Merz. Das werde nicht leicht, aber er bleibe zuversichtlich, dass es gelinge.
Was passiert, wenn es bis zum 1. August nicht zu einer Einigung mit der Europäischen Union kommt und Trump seine Drohungen wahr macht? Wem schaden die horrenden Extra-Zölle, mit denen Trump teilweise täglich um sich wirft? "In dem Lärm geht unter, wer am Ende für Zölle aufkommen muss: Es sind meistens nicht die Ausländer, sondern die Einheimischen", schreibt mein Kollege Jan Gänger in diesem Artikel.