Der TagMette-Marits Schicksal lässt offenbar Organspende-Bereitschaft hochschnellen
Die Zahl der potenziellen Organspender in Norwegen ist seit der Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation stark gestiegen. Das berichtet die norwegische Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf die Stiftung Organspende in dem Land. Vor etwa anderthalb Wochen hatte der Palast in Oslo bekanntgegeben, dass die 52-Jährige auf die Warteliste gesetzt wurde. Seitdem registrierten sich dem Bericht zufolge 12.000 Menschen als Organspender in dem Land. Das seien 180 Mal so viele oder beinahe 18.000 Prozent mehr, wie im Monat davor. Voraussetzung für die Aufnahme auf die Warteliste ist, dass ein Patient ohne eine neue Lunge nur noch etwa ein Jahr zu leben hätte.
In Norwegen gilt bei der Organspende grundsätzlich die Widerspruchslösung. Das heißt, eine gestorbene Person wird potenziell zum Organspender, wenn sie zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Allerdings werden die Angehörigen in die Entscheidung mit einbezogen und können die Organentnahme ablehnen.