Der TagMieterin muss Flüchtlingen weichen

Präzedenzfall in Baden-Württemberg: Die Gemeinde Eschbach südlich von Freiburg im kündigt einer Mieterin, um Flüchtlinge in der Wohnung unterzubringen.
Die 56 Jahre alte Frau wohnt seit 23 Jahren in der gemeindeeigenen Wohnung.
"Der Gemeinderat hat keine leichtfertige Entscheidung getroffen", sagt Bürgermeister Mario Schlafke.
Als kleine Gemeinde habe Eschbach nicht viele Möglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen.
"Die Alternative wäre, wir würden in der Turnhalle Betten aufstellen."
Die Frau, die ihre 78 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung Ende des Jahres verlassen soll, will sich mit Hilfe eines Rechtsanwalts gegen die Kündigung wehren.
"Ich finde es einen Skandal, dass man Mieter aus der Wohnung wirft", sagt die betroffene Mieterin. "Ich sehe darin keinen Sinn."
Die Gemeinde bietet der langjährigen Mieterin an, bei der Suche nach einer neuen Wohnung zu helfen.