Der TagMilitärputsch in Niger: Flugverbot betrifft Bundeswehr
In der Nacht halten im westafrikanischen Niger den Präsidenten Mohamed Bazoum erst stundenlang gefangen, ehe sie später die Machtübernahme verkünden. Die nun verhängte Sperrung des Luftraums betrifft auch die Bundeswehr. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gehen seither keine Flüge mehr zu dem Lufttransportstützpunkt in Niamey, wo etwa 100 deutsche Soldaten arbeiten. Auf dieses Gelände wurden demnach auch deutsche Botschaftsmitarbeiter aus der Hauptstadt in Sicherheit gebracht. Der letzte Versorgungsflug nach Niamey war am Vortag gelandet. Auf dem Militärflugplatz steht auch noch ein deutscher Transporter vom Typ A 400 M.
"Der nigrische Luftraum ist nach derzeitigem Kenntnisstand zurzeit gesperrt. Die Lage ist nach wie vor unübersichtlich. Wir beobachten die Situation weiterhin aufmerksam", sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos auf Anfrage. "Alle Angehörigen des deutschen Einsatzkontingents MINUSMA und EUMPM mit Standort Niamey befinden sich in Sicherheit." Nach Militärputschen in Mali und Burkina Faso war der Niger das letzte der drei Nachbarländer in der Sahelzone, das von einer demokratisch gewählten Regierung geführt wurde.