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Der TagMillionen von Kinderleben durch Sparmaßnahmen gefährdet

02.07.2025, 06:15 Uhr

Die SOS-Kinderdörfer weltweit schlagen angesichts der Konsequenzen der massiven Kürzungen humanitärer Hilfsgelder durch die US-Entwicklungsbehörde USAID Alarm. Eine aktuelle Analyse der renommierten Fachzeitschrift "The Lancet" prognostiziert bis zu 4,5 Millionen zusätzliche Todesfälle bei Kindern bis 2030.

Besonders betroffen sind Kinder in Krisenregionen, die ohnehin unter Hunger, Gewalt und prekären Lebensbedingungen leiden. Der dramatische Rückgang an Hilfsgeldern gefährdet ihre Ernährung, medizinische Versorgung und Bildung - und damit ihre Zukunft. "Die Lancet-Zahlen zeigen klar: Wenn wir jetzt nicht handeln, riskieren wir Millionen Kinderleben. Die internationale Gemeinschaft muss umgehend die entstehenden Finanzierungslücken schließen - es geht um nichts weniger als das Überleben der Schwächsten", warnt Lanna Idriss, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Die Analyse zeigt auch, wie wirksam internationale Hilfe in der Vergangenheit war: Allein durch Programme der US-Entwicklungsbehörde USAID konnten zwischen 2001 und 2021 mehr als 30 Millionen Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren verhindert werden. Doch seit Januar 2025 wurden 83 Prozent der USAID-Programme eingestellt - darunter nahezu alle Maßnahmen im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit. Die Entscheidung der Trump-Regierung, einen Großteil der US-Hilfen zu streichen, bedeutet den abrupten Wegfall von mehr als 40 Prozent der weltweiten humanitären Mittel.

Quelle: ntv.de