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Der Tag"Mir fehlt die Fantasie" - Wirtschaftsweise hat Zweifel an Unions-Steuerkonzept

23.04.2026, 15:51 Uhr

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat sich kritisch zu den Vorschlägen aus der Unionsfraktion für eine umfassende Steuerreform geäußert. "So wünschenswert eine Einkommensteuerreform wäre, es fehlt mir die Fantasie, wie eine Gegenfinanzierung durch eine Kürzung bei Finanzhilfen und Subventionen politisch gelingen soll", sagte Schnitzer t-online.de. Schnitzers Kritik bezieht sich auf ein Konzept der Finanzpolitiker Florian Dorn und Yannick Bury.

Diese wollen staatliche Förderungen pauschal über drei Jahre hinweg jährlich um 15 Prozent kürzen. Damit wollen sie ein Sparvolumen von 22 Milliarden Euro erreichen. Weitere acht Milliarden Euro sollen demnach durch Einsparungen in der Bundesverwaltung zusammenkommen. Mit dem Geld wollen die beiden Abgeordneten eine höhere Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz finanzieren, was Gutverdiener entlasten würde. Zudem wollen sie den steuerlichen Grundfreibetrag für alle um "mindestens 1000 Euro" erhöhen. Der Solidaritätszuschlag, der nur noch auf sehr hohe Einkommen erhoben wird, soll generell entfallen. Im Gegenzug sind Verschärfungen bei der Reichensteuer vorgesehen.

Quelle: ntv.de