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Der TagMuntere Jamaika-Keilerei geht weiter

02.11.2017, 16:20 Uhr
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Traditionelle Landwirtschaft oder Ökobauern? Der Streit ist voll entbrannt. (Foto: dpa)

Man muss sich die Jamaika-Verhandlungen vielleicht wie das gallische Dorf aus den "Asterix"-Comics vorstellen: Man verträgt sich eigentlich ganz gut, aber wenn jemand den stinkenden Fisch erwähnt, geht's ordentlich zur Sache. Der stinkende Fisch ist in diesem Fall die Landwirtschaft. Und schon beginnt der Streit:

  • CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer jedenfalls äußert scharfen Widerspruch gegen die Interpretation der Sondierungsergebnisse zur Landwirtschaft durch die Grünen.

  • Schleswig-Holsteins Agrarminister Robert Habeck müsse "in einer anderen Veranstaltung gewesen sein", sagt Scheuer. Seine Äußerungen stünden "im krassen Widerspruch zum bisherigen Sondierungsergebnis" und seien ein "Misstrauensvotum" gegen Habecks eigene Verhandlungsführung. "Das ist echt schizophren", so Scheuer.

  • Der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsminister Volker Wissing von der FDP sagte: "Wenn die Grünen unter einer Agrarwende verstehen, dass wir die gesamte Landwirtschaft auf den Kopf stellen und dadurch Betriebe in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden, ist das mit der FDP nicht zu machen. Für vernünftige Vorschläge sind wir allerdings offen."

  • Habeck hatte zuvor erklärt, dass Union, FDP und Grüne sich gemeinsam mehr Tierschutz und weniger Pestizideinsatz zum Ziel gesetzt hätten und sich darin einig seien, das gemeinsam mit den Bauern erreichen zu wollen.

Die Landwirtschaft ist übrigens nicht das einzige kontroverse Thema.