Der TagMutmaßlicher Amokfahrer von Leipzig in Psychiatrie gebracht
Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig kommt zumindest vorerst in eine Psychiatrie. Das ordnet ein Ermittlungsrichter an, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilt. Das Amtsgericht sehe dies als erforderlich an, "da es nach derzeitiger Erkenntnislage wahrscheinlich ist, dass der Beschuldigte aufgrund seines Zustandes weitere erhebliche rechtswidrige Taten vergleichbarer Schwere begehen wird", heißt es in einer Mitteilung. Es seien "dringende Gründe" dafür vorhanden, dass der Beschuldigte die Tat mit zwei Toten und zahlreichen Verletzten "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit begangen hat". Der Unterbringungsbefehl geht demnach davon aus, dass der 33-Jährige "möglichst viele Menschen töten und schwer verletzen wollte", wie die Staatsanwaltschaft erklärt. Die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe seien erfüllt. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen und fachärztlichen Stellungnahmen sehe der Ermittlungsrichter allerdings die Voraussetzungen für eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus derzeit als gegeben an. Ob diese tatsächlich vorlägen, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen und einer forensisch-psychiatrischen Begutachtung des Beschuldigten. Der Unterbringungsbefehl könne jederzeit in einen Haftbefehl umgewandelt werden. Mehr dazu hier.