Der TagMutmaßliches Depardieu-Opfer begeht Suizid
Kurz vor seinem 75. Geburtstag Ende Dezember muss Gérard Depardieu sich einer neuen, schrecklichen Tatsache stellen: Eins seiner mutmaßlichen Opfer ist tot. Emmanuelle Debever sprang am 7. Dezember von einer Brücke in die Seine und ertränkte sich. Genau an dem Tag, an dem die Dokumentation "The Fall of the Ogre" im TV über die Vorwürfe der sexuellen Übergriffe von Depardieu ausgestrahlt wurde.
Debever spielte mit ihm im Film "Danton" (1982) und wurde laut eigener Aussage in einer Szene Opfer seines Übergriffs, schreibt die "Bild"-Zeitung. "Dieses Monster gönnte sich während der Dreharbeiten jede Menge Spaß und nutzte die Intimität in einer Kutsche. Seine fette Pfote unter meinen Rock zu schieben, um, wie er es ausdrückte, 'mir ein besseres Gefühl zu geben' … Ich habe es nicht zugelassen."
Auch die Schauspielerin Hélène Darras wirft dem französischen Star vor, sie 2007 bei Dreharbeiten zu dem Film "Disco" sexuell belästigt zu haben. Derzeit werde geprüft, ob weiter ermittelt werde oder der Fall bereits verjährt sei. Depardieu, gegen den bereits ein Verfahren wegen zweifacher Vergewaltigung einer anderen Schauspielerin läuft, weist sämtliche Vorwürfe zurück. "In der französischen Kinowelt war das problematische Verhalten von Gérard Depardieu sehr wohl bekannt", so der Chef der Produzentengewerkschaft, Marc Missionnier. Seit der ersten Klage der heute 28 Jahre alten Schauspielerin hatten sich noch mehr als ein Dutzend weitere Frauen in verschiedenen Medien gemeldet, die Depardieu sexuelle Gewalt vorwerfen.