Der TagMyanmar: Menschenrechtler werfen Militär Mord und Folter vor
Knapp sechs Monate nach dem Putsch in Myanmar protestieren Studenten erneut gegen die Herrschaft des Militärs. In Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, bilden sie kleine Gruppen, die auf Motorrollern durch die Straßen fahren und Banner schwenken. Darauf stehen Parolen, die Verhandlungen mit der Armee eine klare Absage erteilen. Das Militär hatte am 1. Februar die gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Anschließend ging es mit massiver Gewalt gegen Massenproteste vor. Tausende Demonstranten wurden festgenommen, Hunderte getötet.
Die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der Armee Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Sie spricht unter anderem von Mord und Folter. Eine Stellungnahme der Militärbehörden war zunächst nicht zu erhalten. Sie bezeichnen Oppositionelle als Terroristen.