Der TagNGOs: Israel verhindert Hilfslieferungen durch Vorschriften
Mehr als hundert internationale Hilfsorganisationen haben Israel vorgeworfen, Anträge auf Lieferungen von Hilfsgütern in den Gazastreifen immer restriktiver zu behandeln und die Hilfen für die notleidenden Menschen somit zu unterbinden. Die israelischen Behörden hätten zuletzt Anträge dutzender NGOs "mit der Begründung abgelehnt, dass die Organisationen 'nicht zur Lieferung von Hilfsgütern berechtigt' seien", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.
Zu den Unterzeichnern der Erklärung zählen unter anderem Oxfam und Ärzte ohne Grenzen. Demnach wurden allein im Juli mindestens 60 Anträge für Lieferungen in den Gazastreifen abgelehnt. Oxfam erklärte, dass Hilfsgüter im Wert von 2,5 Millionen Dollar (2,14 Millionen Euro), darunter Lebensmittel, nicht in den Gazastreifen geliefert werden durften. Von der Organisation Care hieß es, sie habe seit März keine Genehmigung mehr für die Einfuhr von Hilfsgütern erhalten. Die Organisation Anera erklärte, es seien Hilfsgüter im Wert von mehreren Millionen Dollar in der israelischen Hafenstadt Aschdod blockiert. Ein Minister der israelischen Regierung sagte, viele der Organisationen dienten nur als Deckmantel für "feindselige Aktivitäten".