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Der TagNRW-SPD kritisiert Grillfest von Laschet und Lindner

25.06.2021, 12:39 Uhr
Armin-Laschet-CDU-und-Christian-Lindner-FDP-besiegeln-am-26-06-2017-den-Koalitionsvertrag
Vier Jahre her: 2017 unterzeichneten Laschet und Lindner den gemeinsamen Koalitionsvertrag. (Foto: picture alliance / Federico Gambarini/dpa/Archivbild)

Als ehemaliger Düsseldorfer kenne ich die Rheinwiese im Stadtteil Oberkassel, hin und wieder genießen dort im Sommer riesige Schafherden die sonnigen Stunden. Das hatten nun auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Christian Lindner vor, ihre Parteien CDU und FDP regieren das Land gemeinsam. Ein Grillfest war geplant, zum vierjährigen Bestehen des schwarz-gelben Koalitionsvertrags. Laschet hatte mit Blick auf das Treffen gesagt: "Wir trinken ein Bier zusammen." Es soll auch Würstchen geben.

Klingt doch eigentlich ganz nett, oder?

"Nein!", denken da offenbar die nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten. Die Generalsekretärin der SPD, Nadja Lüders, nannte das für heute geplante Event "unanständig". Die Menschen hätten zurzeit ernste Sorgen und die Regierungskoalition müsse sich "ausgerechnet jetzt selbst beweihräuchern", so Lüders. "Wie man im Ruhrgebiet sagen würde: Mann kann sich vier Jahre Regierung auch schön saufen. Nur das Erwachen am nächsten Tag ist blöd. Da hat man einen Kater und die Wirklichkeit ist wieder da."

Die Bilanz der Koalition sei "nicht so partymäßig", meint die SPD-Politikerin. So seien in den Ministerien 945 neue Stellen geschaffen worden, während in Schulen oder Finanzämtern Tausende Stellen unbesetzt seien. Bei der Kleinkinderbetreuung, Bildungsausgaben pro Kopf und der Aufklärungsquote von Verbrechen hinke NRW weit hinterher.

Quelle: ntv.de