Der TagNRW verschärft Überwachung von 165 islamistischen Gefährdern
Als Konsequenz aus dem islamistisch motivierten Terroranschlag in Berlin nehmen die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen Gefährder stärker ins Visier. "Unsere Gefährder, die gucken wir uns jetzt ganz genau an, die nehmen wir uns vor", sagte Innenminister Herbert Reul in Düsseldorf. Zugleich seien die Sicherheitsmaßnahmen für große Veranstaltungen im bevölkerungsreichsten Bundesland verschärft worden. Schon am Sonntag seien alle Kreispolizeibehörden im Land per Erlass sensibilisiert worden, noch mehr Präsenz zu zeigen, Schutzmaßnahmen zu prüfen und wo nötig nachzusteuern.
Die Polizei in NRW habe bereits zahlreiche Maßnahmen, die sie gegen Gefährder einsetzen könne, sagte Reul. So seien während der Fußball-Europameisterschaft 2024 mehrere Gefährder per gerichtlicher Anordnung in Langzeitgewahrsam von bis zu 28 Tagen genommen worden. Außerdem würden in NRW bis zu fünf elektronische Fußfesseln pro Jahr angeordnet. Diese müssen Personen vorbeugend für drei Monate tragen - mit Verlängerungsoption.