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Der TagNach Abschiebung: Zwölfjährige nimmt weiter online an Distanzunterricht teil

30.01.2021, 21:59 Uhr
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Die Zwölfjährige kann dem Unterricht in ihrer Klasse trotz Abschiebung virtuell folgen. (Themenbild) (Foto: picture alliance / dpa)

Sowohl eine Petition mit Tausenden Unterschriften als auch massiver Protest von Menschen on- und offline konnten nichts daran ändern, dass die zwölfjährige Tina und zwei weitere Schülerinnen in der Nacht zum Freitag aus Österreich nach Georgien und Armenien abgeschoben wurden. Doch die Unterstützer haben die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr nicht aufgegeben und die zwölfjährige Tina offenbar auch nicht: Der Schülerin kommt gerade zu Gute, dass der Unterricht in ihrer Schule coronabedingt online stattfindet. So kann sie von Georgien aus weiter am Unterricht in der Wiener Schule teilnehmen, wie der österreichische Grünen-Politiker Georg Bürstmayr auf Twitter berichtet. "Siri, definiere Heimat", schreibt Bürstmayr am Ende des Tweets. Die Schule, die das Mädchen bis zu ihrer Abschiebung besucht hat, sei auf die Idee gekommen, erklärte Wiens Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr in einem Antwort-Tweet. Die Abschiebung der Kinder und ihrer Familien hat eine große Debatte in Österreich über die Abschiebepraxis und den Umgang mit Kindern entfacht, die ihre ursprüngliche Heimat überhaupt nicht richtig kennen und den Großteil ihres Lebens in Österreich verbracht haben.

Quelle: ntv.de