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Der TagNach Antisemitismus-Skandal: Gil Ofarim hat Geldauflage nicht bezahlt

02.08.2024, 13:19 Uhr

Entgegen einem aktuellen Bericht hat Gil Ofarim die vom Landgericht Leipzig verhängte Geldauflage wegen seiner erfundenen Antisemitismus-Geschichte noch nicht beglichen. "Dem Landgericht liegen (Stand aktuell) weder Mitteilungen noch Belege der Verteidigung oder der Auflagenempfänger vor, die eine Zahlung belegen", erklärt Pressesprecher Johann Jagenlauf auf Anfrage der Nachrichtenagentur spot on news.

Dem Sender RTL, der zuvor berichtet hatte, dass Ofarim die vom Gericht geforderte Geldauflage von 10.000 Euro beglichen habe, liegt allerdings aus "gut unterrichteten Kreisen" die Information vor, dass das Geld angewiesen sei. "Gut möglich, dass es bis heute noch nicht eingegangen ist", erklärt die RTL-Quelle die Verwirrung um Ofarims Zahlung.

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Der Sänger Gil Ofarim beim Prozess vor dem Leipziger Landgericht wegen Verleumdung. (Foto: IMAGO/Christian Grube)
  • Ofarim hatte im Oktober 2021 in einem über seine Social-Media-Kanäle geteilten Video einem Hotelmitarbeiter Antisemitismus vorgeworfen.

  • Unter anderem behauptete Ofarim in einem Instagram-Video, der Hotelmitarbeiter habe ihn dazu aufgefordert, seinen Davidstern abzunehmen.

  • Der Hotelmitarbeiter zeigte Ofarim anschließend wegen Verleumdung an.

  • In dem Verleumdungsprozess im November legte Ofarim dann überraschend ein Geständnis ab und räumte ein, die Antisemitismusvorwürfe nur erfunden zu haben.

  • Das Verfahren wurde gegen eine Geldauflage eingestellt.

  • Die 10.000 Euro gehen an die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig und an den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz.

Quelle: ntv.de