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Der TagNach ISS-Vorfall: Weltraum darf nicht mit Schrott "verpestet" werden

08.01.2022, 11:50 Uhr

Russland hat kürzlich einen ausgedienten Spionagesatelliten mit einer speziellen Rakete abgeschossen. Die Trümmer des Satelliten bedrohten die ISS, weshalb Matthias Maurer und seine Kollegen die Raumstation kurzzeitig verlassen mussten. Weltraumschrott bereitet Satellitenbauern und Raumfahrtunternehmen nun zunehmend Kopfzerbrechen.

"Das ist ein Problem", sagte der Vorstandsvorsitzende des Raumfahrtkonzerns OHB, Marco Fuchs. Notwendig seien verbindliche Regeln dafür, dass Satelliten nach ihrem Nutzungsende weggeräumt werden und keine Gefahr darstellen. "Die Grundregeln gibt es schon", sagte Fuchs, der Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) ist. Bei Sanktionen und Überwachung gebe es aber noch Bedarf. Es müsse auch verhindert werden, dass "boshaft" Weltraumschrott produziert werde. "Wir hatten jetzt den Fall eines absichtlichen Abschusses durch Russland. Das ist natürlich katastrophal, wenn man ganze Weltraumgegenden verpestet mit Schrott, um zu zeigen, dass man Satelliten abschießen kann."

Quelle: ntv.de