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Der TagNach Mord an Mediziner: Angeklagter könnte unter Verfolgungswahn leiden

30.01.2019, 18:01 Uhr

Vor einem halben Jahr greift ein 27-jähriger Mann einen 52 Jahre alten Arzt in dessen Praxis in Offenburg mit einem Messer an und tötet ihn. Zudem verletzt er eine Arzthelferin, die den Angriff auf den Mediziner verhindern wollte. Dem Asylbewerber aus Somalia wird seit heute vor Gericht der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft legt dem 27-Jährigen Mord und gefährliche Körperverletzung zur Last. Der Angeklagte habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt. Das Opfer starb nach mindestens 20 Messerstichen in Kopf und Hals am Tatort.

"Ich bin unschuldig", sagte der 27-Jährige zum Prozessauftakt. Näher wollte er sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Das Gericht werde prüfen müssen, ob bei dem Angeklagten eine psychische Erkrankung vorliege, sagte der Vorsitzende Richter Heinz Walter. Es gebe Anzeichen, dass der Mann unter Verfolgungswahn leide. Der Anklage zufolge wollte er sich für eine aus seiner Sicht fehlerhafte ärztliche Behandlung rächen. Er sei offenbar davon ausgegangen, von dem Allgemeinmediziner bei einer vorangegangenen Blutentnahme vergiftet worden zu sein.

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