Der TagNach Protesten: Myanmars Militär sperrt Internet

Tausende Menschen sind in Rangun, der größte Stadt Myanmars, zu Protesten gegen den Militärputsch zusammengekommen. Das waren die ersten größeren Demonstrationen in Myanmar seit der Machtergreifung durch das Militär Anfang Februar. Die Demonstranten organisieren sich zum größten Teil über soziale Netzwerke. Auf Anweisung des Militärs wurde nun das mobile Internet im Land gesperrt. Medienberichten zufolge sollen nach Facebook auch Twitter und Instagram blockiert sein. Die britische Organisation Netblocks, die weltweit Internetsperren dokumentiert, sprach von einem "landesweiten Internet-Blackout" in Myanmar.
Als Gründe für die Internet-Sperre habe die Regierung die "Verbreitung von Falschnachrichten" und "die Stabilität des Landes" genannt, erklärte ein Mobilfunkanbieter. Die Demonstranten hatten zuvor das Militär aufgefordert, die gewählte Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin San Suu Kyi und andere Führer der gestürzten Regierungspartei NLD freizulassen, die sich seit dem Putsch vom Montag in Haft befinden.