Der TagNach SUV-Unfall mit vier Toten muss Fahrer vor Gericht

Viele von Ihnen werden sich erinnern: Vor gut zwei Jahren rammte ein SUV in der Berliner Invalidenstraße eine Ampel, tötete die Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Todesopfern war auch ein dreijähriger Junge.
Nach Gerichtsangaben war der Fahrer vor einer roten Ampel, vor der mehrere Fahrzeuge warteten, ausgeschert und hatte seinen Wagen stark beschleunigt. Infolge eines epileptischen Anfalls sei es zum Krampf gekommen, so dass er mit durchgedrücktem Gaspedal "konstant voll beschleunigend gradlinig" etwa 80 Meter weitergefahren sei. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 44-Jährigen vor, das schwere Auto gefahren zu haben, obwohl bei ihm eine strukturelle Epilepsie bestanden habe und eine Gehirnoperation erst etwa einen Monat zurücklag. Nun kommt er vor Gericht. Der Prozess soll nächsten Mittwoch beginnen, wie die Pressestelle mitteilt. Die Anklage wirft dem Mann fahrlässige Tötung und fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vor.