Der TagNach Taurus-Debakel: Strack-Zimmermann will Kreis bei geheimen Ausschuss-Runden verkleinern
Geheimhaltung bei 105 anwesenden Personen? Das ist bei einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses, als es um den Marschflugkörper Taurus ging, gehörig schiefgegangen. Die Kritik ist groß, vor allem an der Vorsitzenden des Gremiums. Jetzt will Marie-Agnes Strack-Zimmermann Vorkehrungen treffen, dass sich so ein Fauxpas nicht noch einmal wiederholt: Die FDP-Politikerin will bei bestimmten Sitzungen den Teilnehmerkreis verringern, um die Gefahr der Weitergabe vertraulicher Informationen zu reduzieren. Sie kündigte dazu am Morgen im Deutschlandfunk Gespräche an. So sollten die Ministerien von ihnen entsandte Mitarbeiter zurückziehen, wenn Geheimes besprochen wird. "Den Vorschlag werden wir machen. Das wird keine Freude auslösen", sagte Strack-Zimmermann.
Verteidigungsminister Boris Pistorius habe ihr gegenüber bereits erklärt, dies machen zu wollen. Auch der Ausschuss selbst könne Vorschläge machen, einen Teil der Mitarbeiter zu bitten, bei geheimen Themen den Raum zu verlassen. Mit den Obleuten im Ausschuss wolle man über das Vorgehen reden.