Der Tag

Der TagNach Trump-Order: Ausgerechnet Stonewall-Denkmal tilgt Hinweise auf trans Menschen

14.02.2025, 16:02 Uhr

Als 1969 am "Stonewall Inn" in der New Yorker Christopher Street die ersten Steine gegen Polizisten flogen, die Menschen der LGBTIQ-Gemeinschaft drangsalierten, waren es vor allem trans Menschen, die in der ersten Reihe standen und sich für die Rechte queerer Menschen einsetzten. Da mutet es absurd, wenn nicht gar geschichtsvergessen an, dass ausgerechnet diese Bevölkerungsgruppe auf der offiziellen Webseite des Stonewall-Denkmals nicht mehr erwähnt wird. Warum? Weil es Donald Trump und seine Administration so wollen. Der Stonewall-Aufstand gilt als Wendepunkt im Kampf für LGBTQ+-Rechte.

Direkt nach seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus hatte der US-Präsident unter anderem eine Executive Order (Durchführungsverordnung) unterzeichnet, dass nur noch das männliche und das weibliche Geschlecht anerkannt werden soll. Nach und nach änderten deswegen Seiten mit staatlichem Bezug ihren Duktus. In dem einleitenden Text auf der Homepage des Stonewall National Monument hatte es am Mittwoch noch geheißen: "Vor den 1960er-Jahren war fast alles, was das offene Leben als lesbische, schwule, bisexuelle, transgender oder queere (LGBTQ+) Person betraf, illegal." Am Donnerstagnachmittag wurden erst das Wort "transgender" und der Buchstabe T aus LGBTQ+ entfernt. Am Abend fehlte dann auch das Wort "queer" sowie das "Q+". Mit "LGB" werden jetzt nur noch lesbische, schwule und bisexuelle Menschen genannt.

Quelle: ntv.de