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Der TagNach Unfalltod eines Briten: US-Diplomatin muss vor Gericht

13.12.2021, 21:35 Uhr

Mehr als zwei Jahre nach dem Unfalltod eines 19-jährigen Briten muss die amerikanische mutmaßliche Unfallverursacherin im Januar vor Gericht erscheinen. Der US-Diplomatin werde vorgeworfen, den Teenager Harry Dunn durch gefährliches Fahren getötet zu haben, teilte der Crown Prosecution Service in Londonmit. Der Fall soll am 18. Januar am Westminster Magistrates' Court verhandelt werden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur PA soll die 44 Jahre alte mutmaßliche Unfallverursacherin per Video aus den USA zugeschaltet werden.

Harry Dunn war am 27. August 2019 mit seinem Motorrad vor einem von US-Streitkräften genutzten Stützpunkt der britischen Luftwaffe in Northamptonshire mit dem Auto der Amerikanerin zusammengeprallt. Der Fahrerin wurde diplomatische Immunität zugesprochen und sie durfte in die USA zurückkehren. Die US-Regierung lehnte eine Auslieferung ab. Im September einigten sich Dunns Eltern in einem Zivilverfahren mit der Amerikanerin auf Schadenersatz. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt und war auch Thema auf höchster Regierungsebene.

Quelle: ntv.de