Der TagNach acht Jahren reist wieder ein britischer Premier nach China
Mit Keir Starmer reist nach acht Jahren wieder ein britischer Regierungschef nach China. Keir Starmer werde vom 28. bis 31. Januar in der Volksrepublik etwa mit Staats- und Parteichef Xi Jinping sowie Ministerpräsident Li Qiang sprechen, teilte das Außenamt in Peking mit. Dem anstehenden China-Besuch ging eine aufsehenerregende Entscheidung der britischen Regierung voraus, die den Weg für den Bau einer neuen chinesischen Botschaft in London frei machte - die größte chinesische Botschaft in Europa. Die Entscheidung fiel trotz Spionage-Warnungen der Sicherheitsbehörden.
Laut dem "Handelsblatt" forderte der frühere britische Außenminister Jeremy Hunt von Starmer, in Peking das Schicksal von Jimmy Lai anzusprechen. Lai hat auch einen britischen Pass und ist einer der bekanntesten Aktivisten der Hongkonger Demokratiebewegung, die von den Behörden mit massivem Druck inzwischen de facto zum Erliegen gebracht worden ist. Im Dezember ist Lai von einem Hongkonger Gericht wegen Verstößen gegen das sogenannte Sicherheitsgesetz verurteilt worden. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet, dem 78-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe.