Der TagNeu veröffentlichte Dokumente im Epstein-Missbrauchsskandal
Im Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein enthalten neu veröffentlichte Gerichtsdokumente detaillierte Aussagen zu Taten des berüchtigten US-Sexualverbrechers und Ex-Multimillionärs. Die Dokumente enthalten die Aussagen mehrerer Teenager, die erzählen, wie sie Epstein für mehrere Hundert Dollar in dessen Anwesen zuerst massiert hätten und dann sexuell missbraucht und vergewaltigt worden seien. Der Geschäftsmann und Vertrauter zahlreicher einflussreicher Promis war 2008 einen Deal mit der Staatsanwaltschaft in Florida eingegangen und hatte sich einiger Verbrechen schuldig bekannt. Damit kam es nie zu einem Bundesverfahren, Epstein saß lediglich eine Gefängnisstrafe von 13 Monaten ab. Diese Einigung wurde vor allem nach seiner erneuten Festnahme und der New Yorker Anklage 2019 als skandalös eingestuft. Der Deal machte Epstein zum Symbol einer gesellschaftlichen Elite, die selbst mit Verbrechen durchkommt.
Die Staatsanwaltschaft in New York warf Epstein bei der Anklage vor etwa fünf Jahren vor, Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut zu haben. Dabei soll er Minderjährige auch anderen Männern zugeführt haben.
Diese Vorwürfe stützen auch die nun veröffentlichten Dokumente: In ihnen erzählt unter anderem eine zur Tatzeit 14-Jährige aus Florida, wie eine Bekannte sie für Epstein anheuerte und versprach, sie würde 200 Dollar für eine Massage bekommen. In dessen Anwesen sei sie dann aufgefordert worden, sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen. Während der Massage versprach Epstein dem Mädchen dann zusätzliche 100 Dollar für sexuelle Handlungen. Geld zahlte Epstein demnach auch für jene, die ihm neue Mädchen bringen konnten.