Der Tag

Der TagNeue Unwetter-Warnungen in Italien: Flut im Norden, Brände im Süden

31.07.2021, 21:20 Uhr

Italien kämpft derzeit mit gleich zwei Wetterextremen. Während im Norden das Land von heftigen Unwettern heimgesucht wird, wüten im Süden zahlreiche Waldbrände. So wie es aussieht, ist auch noch keine Besserung in Sicht. Am Abend hat die italienische Zivilschutzbehörde neue Warnungen für viele Teile des Mittelmeerlandes herausgegeben. Für einzelne Gegenden der norditalienischen Lombardei gelte die höchste Warnstufe Rot, hieß es in einem Bericht der Zivilschutzbehörde. In dieser Woche hatten heftige Unwetter dort in der Gegend um den Comer See zu Überflutungen und Erdrutschen geführt. Die Bürgermeister und Kommunen vor Ort seien informiert, erklärte der Chef der Zivilschutzbehörde, Fabrizio Curcio, in Rom. Für andere Teile Norditaliens gelten erhöhte Unwetter-Warnstufen, wie etwa in der nördlichen Toskana und in Venetien.

Im Süden lodern unterdessen weiter zahlreiche Waldbrände. Vor allem auf der Urlaubsinsel Sizilien hatten die Feuer zuletzt besonders im Osten um die Großstadt Catania gewütet. Die Brände werden durch die anhaltende Hitze, Trockenheit und starke Winde geschürt. Einige führen Ermittler auf Brandstiftung zurück. Landwirtschaft, Tiere und Ferienanlagen waren betroffen. Curcio sprach von einer "ernsten" und "desaströsen" Lage. Der Regionalpräsident Siziliens, Nello Musumeci, forderte weitere Unterstützung von der Regierung im Kampf gegen die Flammen. Die Zivilschutzbehörde ist laut Curcio auf Sizilien bereits mit zwölf Löschflugzeugen aus der nationalen Flotte im Einsatz. Experten arbeiteten daran, weitere Feuerwehr-Trupps nach Sizilien zu schicken. Weitere Feuer lodern im Süden auf dem Festland. Auch die Insel Sardinien war zuletzt stark von Buschfeuern betroffen

Quelle: ntv.de