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Der TagNeues Organspende-Gesetz lässt Tausende hoffen

15.03.2019, 13:03 Uhr
Eine-Frau-haelt-einen-Organspender-Ausweis-im-Klinikum-Sued-in-Nuernberg
An dieser Regel wurde nicht gerüttelt: Damit Organe entnommen werden dürfen, muss der Spender vorher aktiv zugestimmt haben, etwa mit so einem Spendeausweis. (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Mit der Organspende sieht es nicht besonders gut aus in Deutschland. Doch ein neues Gesetz soll das ändern. Das hat jetzt den Bundesrat passiert und wird künftig vor allem die Krankenhäuser dafür belohnen, wenn sie Organe transplantieren. Dafür soll es mehr Geld geben, außerdem sollen die Hospitäler ihre Kosten für Transplantationsbeauftragte vollständig erstattet bekommen - diese sollen zudem mehr Zeit bekommen, indem sie freigestellt werden. Nicht Teil des Gesetzes ist aber die heikelste Frage: Ob die Menschen in Deutschland aktiv einer Organspende zustimmen müssen (so wie bisher) oder aktiv widersprechen - was sich Gesundheitsminister Jens Spahn gewünscht hatte. In dieser Frage ändert sich also nichts. Rund 10.000 Menschen warten in Deutschland auf ein neues Organ - sie dürfen nun auf eine kürzere Wartezeit hoffen. Mehr zum Für und Wider in dieser Frage lesen Sie hier.